Entstehung

 

Es begann alles mit einem Stück Schweizer Schokolade: Ein Mitglied der Christus-Gemeinde Weil der Stadt, einer freikirchlichen Gemeinde in der Nähe Stuttgarts, Missionar und Schweizer, hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, auf seine Besuchsreisen nach Westafrika Schokolade als kleine Aufmerksamkeit für seine Gastgeber mitzunehmen. Am Ende einer Reise 2008 hatte er in Niamey, der Hauptstadt von Niger, noch zwei Tafeln übrig, und schickte diese an Renate Seydou, einer Frau, die aus dem Schwarzwald stammt und als Ehefrau von Yacouba Seydou im Jahre 2000 nach Niger ging, um dort gemeinsam mit ihm das Hilfswerk aufzubauen. Was folgte, war eine Einladung zu Famile Seydou - und dort eine eindrückliche Begegnung.

Als er nach Deutschland zurück kam, berichtete er in der Gemeindeleitung über seine Eindrücke: Begeisterung, Freude, und die Aussage, er habe etwas gesehen, was er bisher auf all seinen Reisen nach Afrika noch nicht gesehen hatte. Ein Mann, eine Arbeit, das ideale Zusammenspiel von christlicher Nächstenliebe und Engagement, wo verschiedene Völker zusammenkommen - das müsse man sich unbedingt ansehen.

Der Gemeindeleitung wurde klar, dass dies ein wichtiger Impuls sein könne und es wurde entschieden, dass man mit einer Reisegruppe einen Besuch in Niger wagen wollte. Die 14 Tage im September 2009 waren eine spannende Zeit, die auf die acht Reisenden prägenden Einfluss hatte. Zurück in Deutschland begann diese Begeisterung auf die Gemeinde überzuspringen, und so konnten die entstandenen Beziehungen durch zwei weitere Reisen im Februar 2010 und Februar 2011 vertieft werden.

Anfang 2011 wurde eine Frau aus der Gemeinde nach Niamey ausgesandt, um die Arbeit dort zu unterstützen. Außerdem wurde der Verein "Hosanna Institute du Sahel Deutschland e.V." gegründet, um die Anliegen von HIS Niger in Deutschland mitzutragen und zu vertreten.